Redakteur
08-01-18


Auf dem Weg zu den perfekt klingenden Drums gibt es einige akustische und tontechnische Stolpersteine. Über die Besonderheiten des Drum- Recordings Bescheid zu wissen lohnt sich.

In der Regel soll das Schlagzeug druckvoll, knackig und präsent in der Mischung erscheinen, so dass es sich gegenüber den anderen Instrumenten der Band gut durchsetzt. Dieses Klangbild ist in den meisten Fäl- len nicht identisch mit dem Naturklang des Drumkits, wie ihn der Hörer im normalen Abstand vom Schlagzeug wahrnimmt. Erst die Positionierung der Mikros und die Nachbearbeitung der Signale bei der Mischung erzeugen den Drumsound, wie ihr ihn von vielen international erfolgreichen Produktionen her kennt.

Der Aufnahmeraum, das Drumset, der Schlagzeuger, die Mikrofonierung und die Kunst des Recording Engineers – alle Aspekte müssen zusammenspielen, um einen Drum- Sound zu erzeugen, der „larger than life“ klingt. Und hierbei gibt es so einiges, das sich zu beachten lohnt.

Um einen druckvollen Schlagzeug-Sound produzieren zu können, werden in der Regel alle Instrumente des Drumsets einzeln abgenommen. Jedes Instrument – die Bassdrum, die Snare sowie die Hi-Hat und die Toms bekommen eigene Mikros zugeordnet, die den Klang nahe der Schallquelle abnehmen. Auf diese Weise ist es möglich, die einzelnen Signale individuell zu bearbeiten und ihnen das gewünschte Klangbild zu geben. Wichtig ist dabei allerdings, dass schon die Rohsignale einen optimalen Klang aufweisen.

Bei der Nachbearbeitung kann ein guter Sound noch weiter aufgewertet werden – mit einem pappigen Mikrofonsignal ohne Biss und Fundament werdet ihr jedoch auch bei der Mischung keine Wunder erwarten können. Aus diesem Grund schauen wir uns zuerst den Ort an, an dem alles entsteht: Das Drumset im Aufnahmeraum.